Ein journalistischer Ansatz ist beispielsweise das faktenfinder-Blog der ARD. Dort überprüfen Patrick Gensing und sein Team nachrichtliche „Aufreger,“ die meistens von alternativen Medienseiten verbreitet werden oder auf Social Media für viel Aufmerksamkeit und Empörung sorgen. Das Projekt, das in die Hauptseite der ARD eingepflegt wird, beschäftigt sich zum Großteil mit dem aktuellen Tagesgeschehen. Immer wiederkehrende Themen sind dabei Klima, Geflüchtete und die AfD.

Auch der Bayerische Rundfunk hat ein hauseigenes Faktencheck-Format: Der #Faktenfuchs arbeitet eng mit seiner Community zusammen und behandelt die Themen aus den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke. Die NutzerInnen stellen ihre Fragen direkt ans Team und gestalten so die Inhalte des Formats. In Breaking-News-Situationen überprüfen die ExpertInnen nicht nur Text-, sondern auch Bild- und Videomaterial auf ihre Echtheit.

Für mehr Transparenz sorgt das gemeinschaftliche Medienkompetenz-Angebot „so geht MEDIEN“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Seite bietet Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte, gibt Anleitungen für Faktenchecks und erklärt Journalismus in Tutorials oder Lexikon-Artikeln.

Auch Hoaxmap ist ein Projekt, das JournalistInnen ins Leben gerufen haben. Dort sammeln die InitiatorInnen Karolin Schwarz und Lutz Helm in ehrenamtlicher Arbeit Falschmeldungen, die über Asylsuchende veröffentlicht werden. Diese werden dann mit Entstehungsort, -zeit sowie Schlagworten versehen und auf einer Deutschlandkarte gesammelt.

NewsGuard vereint ein Team von JournalistInnen, die als AnalystInnen fungieren. Sie bekämpfen Desinformation, indem sie Nachrichtenwebseiten nach Qualitätskriterien untersuchen und beurteilen. Daraus entstehen Bewertungen, die NutzerInnen mithilfe einer App anzeigen, welchen Seiten sie vertrauen können und welchen nicht. Ein grünes Label bestätigt die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite, ein rotes warnt vor Unwahrheiten, Propaganda oder versteckter Agenda.

Alle Links wurden zuletzt am 12. Januar 2020 aufgerufen.