Die Idee

Bundespresseamt Berlin, irgendwann im Mai 2019. In einem Workshop, an dem junge Medienschaffende aus ganz Deutschland teilnehmen, formiert sich ein Konsens: Die sozialen Medien sind ein Brandbeschleuniger für Fake News. Falschinformationen werden online so schnell verbreitet wie nie zuvor und beeinflussen nicht nur Meinungen, sondern auch demokratische Prozesse. Alle nicken.

Der ursprüngliche Plan für die Bachelorarbeit im Studiengang Onlinejournalismus war ein anderer. Als Ann-Kathrin Lautenschläger ihrer Kommilitonin Annkathrin Weis von der Diskussion im Bundespresseamt erzählt und die Idee formuliert, daraus ein gemeinsames Bachelorprojekt zu machen, ist klar: Das muss realisiert werden.

Das Problem

Obwohl die Urheber von Falschmeldungen in den wenigsten Fällen journalistischer Herkunft sind, nagt die Debatte um Fake News an der Glaubwürdigkeit der Branche. Die Vorwürfe: Lügenpresse, Systemmedien, Desinformation. Die „Vertrauenskrise“ wird angeheizt.

Politische Randgruppen werden immer lauter. Die Folgen sind alternative Medien, Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten. Während des Workshops im Bundespresseamt sind sich alle Teilnehmenden einig: In der Debatte mangelt es an der Transparenz des Journalismus.

Das Ziel

What’s Fake ist nicht nur eine weitere Erklärung des Phänomens Fake News. Es ist vor allem der Versuch, die besagte Transparenz herzustellen. Diese Reportage will die Arbeitsabläufe in Redaktionen verständlich machen und zeigen, wie glaubhafter Journalismus im Jahr 2020 funktionieren muss, um sich im Kampf gegen Fake News zu positionieren.

Zwei Studierende suchen nach der Antwort auf die Frage, warum der Journalismus immer wieder scheitert. Und was wir dagegen tun müssen.